Brand im Keller im Schloss Königsegg

Verbandssübung der Feuerwehren Reichenau und Konstanz 2. Zug auf der Insel Reichenau

Am Dienstag, 13.10.2009 wurde die Freiw. Feuerwehr Reichenau um 19:45 Uhr per Meldeempfänger zum Übungseinsatz im Schloss Königsegg, Reichenau-Mittelzell, alarmiert. Nach dem Eintreffen des ersten Löschfahrzeuges wurde als Übungsannahme ein Brand im Heizungskeller festgestellt. Das Treppenhaus war komplett verraucht. Rund 15 Schüler der Schule für Logopädie (Mitglieder der Jugendfeuerwehr Reichenau) waren im 1. und 2. OG eingeschlossen, der Fluchtweg über das Treppenhaus war versperrt. Einsatzleiter und Kommandant Andreas Schlegel war schnell klar, diese Lage mit so vielen zu rettenden Personen nicht von der Feuerwehr Reichenau alleine zu bewältigen ist und alarmierte zur Unterstützung den 2. Zug der Feuerwehr Konstanz hinzu.

Die Einsatzstelle wurde in zwei Abschnitte eingeteilt, den Abschnitt Reichenau übernahm als Abschnittsleiter Stv. Kommandant Thomas Baumgartner, hier die Rettung von Personen aus dem 2. OG der Südseite über die 3-teilige Schiebeleiter und die Brandbekämpfung im Keller unter umluftunabhängigem Atemschutz. Außerdem war der Abschnitt Reichenau für die Betreuung des Verletztensammelplatzes und für die Beleuchtung der Einsatzstelle zuständig.

Den Abschnitt Konstanz führte als Abschnittsleiter Zugführer Antonius Martin vom 2. Zug der inzwischen eingetroffenen Feuerwehr Konstanz. An der Ostseite des Gebäudes waren über die Dachterasse auch etliche Personen über Schiebe- und Steckleitern zu Retten. Mehrere Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz übernahmen zudem das Absuchen im Gebäude und im Tunnel zum Nebengebäude nach weiteren Personen.

Nachdem das Feuer im Keller gelöscht war, wurde das Gebäude mit dem wasserbetriebenen Hochdrucklüfter der FF Reichenau wieder rauchfrei gemacht.

Unter der Gesamtleitung von Kommandant Andreas Schlegel waren insgesamt rund 70 Feuerwehr-Frauen und Männer mit 3 Löschfahrzeugen und 2 Mannschaftstransportwagen und 16 Jugendfeuerwehrler als Verletztendarsteller im Übungseinsatz. Etliche interessierte Zuschauer verfolgten gespannt den Verlauf der Übung, unter Ihnen Bürgermeister Volker Steffens und die beiden Ehrenkommdanten Josef Schmidt und Bernhard Blum.

Im Anschluss waren alle Mitwirkenden zur Abschlussbesprechung und Manöverkritik ins Gerätehaus eingeladen. Zur Stärkung gab es dann noch einen Imbis mit Getränken. Das Üben mit dem 2. Zug aus dem Konstanzer Paradies, dem sogenatten “Rettichzug”, geht auf eine lange Tradition zurück. Abwechselnd in Konstanz und auf der Reichenau wird einmal im Jahr zusammen geübt und somit die lange Freunschaft weiter gepflegt.

Abschnitt Reichenau: Rettung von Personen aus dem 2. OG der Südseite über die 3-teilige Schiebeleiter und die Brandbekämpfung im Keller unter umluftunabhängigem Atemschutz. (Quelle: FF Reichenau)
Atemschutzüberwachung durch Gruppenführer Martin Spicker (Quelle: FF Reichenau)
Die beiden Reichenauer Löschfahrzeuge, LF16 und LF 8/6 (Quelle: FF Reichenau)
Zuschauer groß und klein verfolgten gespannt den Verlauf der Übung (Quelle: FF Reichenau)
Eine Person war nicht mehr "gehfähig"... ;-) (Quelle: FF Reichenau)
Die beiden Ehrenkommdanten v. l. Bernhard Blum und Josef Schmidt. (Quelle: FF Reichenau)
Abschnitt Konstanz: An der Ostseite des Gebäudes waren über die Dachterasse auch etliche Personen über Schiebe- und Steckleitern zu Retten. (Quelle: FF Reichenau)
Abschnittsleiter Konstanz, Zugführer Antonius Martin im Gespräch mit Einsatzleiter und Kommandant Andreas Schlegel. (Quelle: FF Reichenau)
Abschnittsleiter Reichenau, Stv. Kommandant Thomas Baumgartner (rechts) im Gespräch mit Gruppenführer Hubert Schmidt. (Quelle: FF Reichenau)